Frankreich

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Frankreich

Intensive Beziehungen

Mit dem Elysée-Vertrag vom 22. Januar 1963, der die deutsch-französische Zusammenarbeit auf eine gänzlich neue Grundlage stellte, ist ein intensiver Prozess der Verständigung und der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich ins Leben gerufen worden. Mehr als fünfzig Jahre nach der Unterzeichnung des Vertrages ist Frankreich heute für Deutschland der engste und wichtigste Partner in Europa.

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Mit dem Elysée-Vertrag vom 22. Januar 1963, der die deutsch-französische Zusammenarbeit auf eine gänzlich neue Grundlage stellte, ist ein intensiver Prozess der Verständigung und der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich ins Leben gerufen worden. Mehr als fünfzig Jahre nach der Unterzeichnung des Vertrages ist Frankreich heute für Deutschland der engste und wichtigste Partner in Europa.

Auch die Beziehungen zwischen Frankreich und Nordrhein-Westfalen sind ausgesprochen intensiv: Mit keinem anderen Land besteht ein vergleichbar enges Netz an Schulpartnerschaften (etwa 450) und an Städtepartnerschaften (250). Zahlreiche Einrichtungen, Institute und Programme tragen zu einem intensiven Dialog und kulturellen Austausch bei. In Nordrhein-Westfalen sind dies vor allem die fünf französischen Kulturinstitute in Aachen, Bonn, Düsseldorf, Essen und Köln.

Zur Vermittlung der immer wichtiger werdenden internationalen Sprachkompetenz leisten darüber hinaus zahlreiche bilinguale Schulen in Nordrhein-Westfalen einen wichtigen Beitrag. Aus den Bereichen Wissenschaft und Forschung sind vor allem die zahlreichen integrierten deutsch-französischen Studiengänge hervorzuheben, an denen u. a. die Universitäten Aachen, Bochum, Bielefeld, Düsseldorf, Köln und Münster sowie die Fachhochschulen Aachen, Dortmund und Münster beteiligt sind.

Auch die wirtschaftliche Verflechtung zwischen Frankreich und Nordrhein-Westfalen ist außerordentlich hoch. Frankreich ist nach den Niederlanden der zweitwichtigste Handelspartner Nordrhein-Westfalens. Französische Unternehmen zählen mit zu den stärksten ausländischen Investoren in unserem Land. Aktuell haben mehr als 780 französische Firmen ihren Sitz in Nordrhein-Westfalen (45 500 Arbeitsplätze). Die Handels- und Wirtschaftsabteilung der französischen Botschaft (Business France) hat ihre Zentrale in Düsseldorf.      
          
Ziel der Landesregierung ist es, die deutsch-französische Zusammenarbeit zu vertiefen und ihr neue Impulse zu verleihen, vor allem in Zusammenarbeit mit seiner französischen Partnerregion Hauts-de-France (seit 2016 durch Fusion der Regionen Nord-Pas-de Calais und Picardie im Rahmen der französischen Territorialreform).

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft ist Vorsitzende der Deutsch-Französischen Freundschaftsgruppe im Bundesrat. Das jährliche Treffen zwischen den Freundschaftsgruppen des Bundesrats und des französischen Senats fand 2016 in Düsseldorf statt. 2017 wird es im Juni in Paris und Angers stattfinden.

Ein besonderes Projekt der deutsch-französischen Freundschaft wurde von der Kunststiftung NRW gefördert. Der Düsseldorfer Maler und Bildhauer Imi Knoebel hat neue Kirchenfenster für die von deutschen Soldaten im 1. Weltkrieg zerstörte Kathedrale von Reims entworfen. Dafür wurde er vom französischen Staat mit dem Orden „Officier des Arts et des Lettres“ ausgezeichnet.
 
 In der Landeshauptstadt Düsseldorf startet vom 29. Juni bis zum 2. Juli 2017 die Tour de France. Dort beginnt auch am 7. Juli das Frankreichfest, ein traditioneller Höhepunkt der rheinisch-französischen Freundschaft.
 

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